
Zum siebten Mal rief der CdP zum Boule & Bike auf und 58 Leute aus Dieburg und Umgebung waren dabei. Die Veranstaltung, bei der auf einem etwa 30 Kilometer langen Rundkurs von zehn Radfahrgemeinschaften à sechs Personen jeweils vier Boule-Plätze im Altkreis Dieburg angefahren werden erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit.
Warum? Weil Jung und Alt bunt gemischt bei - wieder einmal - schönstem Wetter an zum Teil malerischen Orten aufeinander treffen und der Spaß - auch bei bisweilen durchschimmerndem Ehrgeiz - klar im Vordergrund steht.
Gegen 9:15 Uhr machten sich jeweils zwei Radfahrgemeinschaften von verschiedenen Startplätzen gemeinsam mit dem Fahrrad in die Umgebung auf. Und wenn zuvor von "Bouleplätzen" die Rede war, so kann man das inzwischen mit Fug und Recht behaupten! Wurde im Jahr 2020, als das Event als Reaktion auf die Einschränkungen der bleiernen Corona-Zeit ins Leben gerufen wurde zumeist auf Feldwegen oder sonstigen eher unwirtlichen Orten ausgetragen, so findet es inzwischen standesgemäß auf richtigen Boulodromes statt. Das liegt unter anderem daran, dass in den letzten Jahren neue Plätze in nächster Umgebung wie Pilze aus dem Boden schossen.
Schauen wir z.B. nach Münster. Dort fand die Veranstaltung zu Beginn im Freizeitzentrum auf einem Feldweg statt. Inzwischen können
wir dankenswerterweise den Bouleplatz des FSV Münster nutzen. Oder in Semd (Foto links). Dort gibt es zwar keinen ausgewiesenen Bouleverein, aber beim TV Semd hat man - nur für uns - schon vor einigen Jahren ein Gelände hergerichtet, das absolut Boule tauglich ist und eine nette Strandatmosphäre verströmt. Carsten Bock ist dort auch jedes Jahr vor Ort und schenkt kühle Getränke an die schweiß gebadeten Rad-/Boulesporterinnen und -sportler aus.
An der früheren Hergershäuser Grundschule die vom Verein Herigar liebevoll gepflegt wird, sind wir schon seit Jahren zu Gast (Foto rechts). Dort gibt es ein ideales Spielgelände für zwei Partien, was genau unseren Bedürfnissen entgegenkommt. Außerdem gibt es dort in jedem Jahr Kaltgetränke, Kaffee und Kuchen, bzw. Eis und jede Menge Vertrauen, dass wir sorgsam mit dem Inventar umgehen. Endlich ist es in diesem Jahr gelungen auch eine Delegation um Sabine Walz herum zum Mitfahren und Mitspielen zu bewegen.
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Auch in Groß-Zimmern (links) sieht es super aus. Dort haben wir inzwischen die Qual der Wahl. Des öfteren waren wir schon auf dem gemeindeeigenen wunderschönen Pétanque-Gelände an der Bahnstraße zu Gast, auf dem der dort beheimatete Pétanque Verein Groß-Zimmern für gewöhnlich sein Training ausrichtet. In diesem Jahr waren wir erstmals bei Mon Chérie zu Gast. Das ist eine Abteilung des dortigen Turnvereins. Die Jungs aus der Gemeinde mit dem Gänsefuß im Wappen haben hinter ihrer Kletterhalle eine Boulodrome mit vier großzügigen Bahnen eingerichtet, das vom Feinsten ist! Aus einer Hütte kann das Gelände außerdem bewirtschaftet werden. Neben Kaltgetränken hatten die Boule-Enthousiasten aus der südlichen Nachbargemeinde sogar den Grill für uns angeworfen und Bratwürste kredenzt. Absolut Spitze! Ein großer Dank geht an Robert Linek und sein Team.
Bleibt noch unser langjähriges "Sorgenkind" Altheim zu erwähnen. Dort hatten wir ja schon dies und das ausprobiert, es war aber nicht immer ideal. Jetzt haben wir dort allerdings einen innerstädtischen Feldweg ausgemacht, der zu Gärten und Garagen führt und sehr gute Spielbedingungen liefert. Aufgrund vorheriger Absprachen klappte es auch mit den Nachbarn.
Somit war also alles optimal von dem unermüdlichen Organisator, Zweiten Vorsitzenden und Jugendwart des CdP, Stefan "Boni" Bonifer, angerichtet worden und die Spiele konnten ihren Lauf nehmen. Zu Beginn wurde von den Auslosungsfachleuten die Mannschaftseinteilung vorgenommen. Im System Super Mêlée kam es zu immer wieder neuen Begegnungen, was die Möglichkeit eröffnet, dass auch weniger geübte Kugelwerfer das ein oder andere Spiel gewinnen können.
Am Schluss gab es vier Spieler, die alle vier Spiele für sich entscheiden konnten. Je nach Spielpunktezahl standen diese entweder im kleinen Finale um Platz 3 oder im Finale. Im Spiel um Platz 3 konnte sich Stephan Meyer (Foto oben, 3. von rechts), der als Nichtmitglied im Männertreff Dieburg regelmäßig Kugeln wirft, mit 13:12 denkbar knapp gegen Nichtmitglied Thomas Breik (4. v.r.) durchsetzen. Im Finale gewann Daniel Lau (vorne) gegen Nils Kampfmann (2. von rechts) mit 13:7.
Eine weitere Ehrung gab es für die Radfahrgemeinschaft Upsilon +, das mit 14 die höchste Anzahl von Siegen aufwies. Dort vertreten - von links nach rechts - Marvin Roland-Murmann, Mareike Murmann, Maybritt Bonifer, Markus und Ulrich Schnitzer sowie Thomas Breik.
Verfolgt wurden die Finalspiele von rund 50 Zuschauern. Die meisten von ihnen waren Mitradelnde. Sie zollten den Besten durch ihre Anwesenheit den verdienten Respekt. Schön war es einmal mehr zu erleben, dass somit - wie üblich bei dieser Veranstaltung - auf dem sonst eher stillen Boulodrome auch mal so etwas wie Stadionatmospähre aufkommen konnte.
Alle Teilnehmer spendeten Boni (Foto oben, rechts), der einmal mehr für den Spielmodus sowie die Auswahl der Spielstätten verantwortlich zeichnete, zum Abschluss der gelungenen Veranstaltung, einen dicken Applaus.