JedermannturnierBei der diesjährigen Stadtmeisterschaft stimmte alles. Ein Teilnehmerfeld, das - fast - die Idealzahl erreicht hatte, trockenes angenehmes Wetter, nicht zu heiß und nicht zu kalt, die Bewirtung der Gäste und die Stimmung unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. 62 Triplettes hatten sich schlussendlich gegen 11 Uhr auf der Hauptallee des Schloßgartens versammelt um den eröffnenden Worten des Vorsitzenden, Achim Weißbäcker, sowie des Schirmherren, Bürgermeister Frank Haus, zu lauschen. Neben vielen organisatorischen Dingen, sprach der Vorsitzende auch die immense Hilfsbereitschaft der Teams an. Gut zwei Drittel leisteten die Startgebühr nicht in Form des - bequemeren - Bargeldbetrages, sondern brachten statt dessen Kuchen oder Salat mit, dessen Verkaufserlös die Vereinskasse des CdP erfreut. Manche entrichteten sogar zusätzlich zur Kuchenspende noch einen Obulus. Weißbäcker ehrte auch in diesem Jahr das  Triplette der fleißigsten Kuchenbäckerinnen. Das Team "Tamaras Freundinnen" ließ es sich zum wiederholten Male nicht nehmen, gleich drei Kuchen mit ins Boulodrome zu bringen. 

Spontan ergriff anschließend Mijo Mendesson Chichelli das Mikrofon und erläuterte den  umstehenden, dass er mit seinem Team Männertreff Dieburg 1 im Vorjahr den Pokal gewonnen hatte und nun Mitglied beim CdP Dieburg geworden ist, wo er am Ligaspielbetrieb teilnimmt. Er bedauerte zwar, nun nicht mehr am Jedermannturnier teilnehmen zu können, empfahl aber dennoch seinen boulistischen Werdegang, da er im CdP das ganze Jahr über viel Freude beim Werfen der Eisenkugeln habe. Hierzu passt im übrigen der Werdegang von Christoph Waletzky, der am Vorabend das - lizenzpflichtige - B-Turnier gewonnen hatte. Er teilte den verdutzten Umstehenden im Anschluss mit, dass er bei einer der ersten Stadtmeisterschaften des CdP erstmals Boulekugeln in der Hand hatte und seitdem sein Spiel im Lizenzspielerbereich (in Frankfurt-Bornheim) immer weiter perfektionniert hätte. Hieran kann man sehen, dass die Stadtmeisterschaft durchaus auch ernsthafte boulistische Karrieren befördern kann.Doch zurück zum Geschehen. Nachdem eine obligatorische Probeaufnahme für Neulinge von Boni kommentiert und von einem Team der Hessenschau gefilmt worden war, gaben Turnierleiter Matthias Hartnagel und sein Kompagnon Jürgen Zimprich bekannt, wer in der ersten Runde gegen wen anzutreten hatte. Und schon ging's auf der Hauptallee zur Sache. Vier Runden à bis zu 45 Minuten flogen die Kugeln.

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Das erstmals vertretene Team des Hessischen Rundfunks - der Schreiber dieser Zeilen macht schon seit Jahren regelmäßig auch die Rundfunk- und Fernsehanstalten auf das boulistische Ereignis des Jahres aufmerksam -, hatte sich ganz eng an die Fersen des Teams "Vääährougeindekopp" geheftet. Von vornherein legten die Mannen vom Dornbusch den Schwerpunkt deutlich auf den Freizeitwert und weniger auf den sportlichen Aspekt des Pétanque-Spiels. Das führte zwar zu schönen Bildern und netten Interviewszenen mit denScreenshot 2026 06 09 155708 boulespielenden "Franzosen" und brachte Dieburg zweieinhalb Minuten in den Blickpunkt der hessischen Fernsehzuschauer, vernachlässigte allerdings, welch hochklassiger Sport insbesondere am Vortag - siehe gesonderten Artikel - und auch beim Jugendturnier geboten wurde. Um von den Medien als seriöser Sport wahrgenommen zu werden muss die Screenshot 2026 06 09 160022Boulegemeinde in Deutschland sicherlich noch manch weiteres dickes Brett bohren. Hier geht's zum entsprechenden Beitrag der Hessenschau. (Bitte vorspulen bis Minute 16:30)

Gegen 16 Uhr waren dann alle Spiele gespielt. Während die Ergebnisse ausgewertet wurden, wurde noch ermittelt, wer beim - erstmals durchgeführten - großen Pétanque Quiz die ersten Plätze belegen konnte. Bei knapp 100 Rückläufern gab es vier, die alle 20 Fragen rund um Boule und Boccia richtig beantworten konnten. Mehr als ein Dutzend Mitspieler brachten es auf 19 Treffer. Somit musste letztlich das Los entscheiden, wer die Kegelbahn des Hauptsponsors Split nutzen, die Schnuppermitgliedschaft im CdP oder eines der Wurstpakete gewinnen konnte. Als das erledigt war, wurden zunächst Urkunden an die Plätze 5 bis 62 vergeben und es kam im Anschluss zu den beiden Finalspielen.

Screenshot 2026 06 09 155538Hierbei trafen im Spiel um Platz 3 die "Hauptgewinner" auf die "Chillaoui Gang". Dieses Spiel entschieden die Letztgenannten mit 13:2 für sich. Im Finale vor gut 60 Zuschauern besiegte Lucky's Eleven 1 das Team namens "Die 3" mit 13:2. Lucky's Eleven (siehe Foto oben in gelben T-Shirts), eine Formation, die aus einer Sportgruppe des Turnvereins Dieburg hervorgeht, konnte somit nach 2022 zum zweiten Mal den Wanderpokal der Stadt Dieburg mit nach Hause nehmen.

Gegen 19 Uhr endete ein schöner Tag, der zu, wie es ein Interviewter in der Hessenschau zum Besten gab, zahlreichen entspannten Begegnungen führte und der allen große Freude macht. Der Vorsitzende wurde unter anderem auch gefragt, ob er sich schon für das nächste Jahr wieder anmelden könne. Dies ist zwar erst wieder im Frühjahr nächsten Jahres möglich, aber einen Termin gibt es schon:  Es ist dies Sonntag, der 13.06.2027.

 

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